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2. Sommerfilm im Wandelgarten Ein historisches Experiment: “Das Wunder von Wörgl” @ Wandelgarten
Jul 12 um 21:00 – 22:30

https://www.arbeit-kultur-wtal.de/3-sommerfilm-im-wandelgarten-das-wunder-von-woergl-02-august-21–00-uhr/

Zahlt­ag: Wör­gler Bauar­beit­er wer­den mit Freigeld ent­lohnt © Unter­guggen­berg­er Insti­tut Wörgl/Archiv

Es ist nicht bekan­nt, wem die ver­botene poli­tis­che Zeitschrift gehörte, die ein öster­re­ichis­ch­er Loko­mo­tivführer im Jahr 1916 in der Nähe der Front des Ersten Weltkriegs find­et. Einem friedens­be­wegten Major vielle­icht, einem linken San­itäter, einem ökonomisch inter­essierten Feld­webel? Auch weiß nie­mand, was passiert wäre, hätte der Lok­führer mit dem Namen Michael Unter­guggen­berg­er das Heft liegen gelassen und sich auf das beschränkt, was der Kaiser von Öster­re­ich von ihm erwartete, hier in Gal­izien, in der heuti­gen Ukraine: lange Züge mit Muni­tion und Trup­pen in die vorderen Lin­ien brin­gen. Mithelfen, die Russen zu besiegen.

Michael Unter­guggen­berg­er aber unter­bricht den Dienst am Vater­land für einen Augen­blick. Er hebt die Zeitschrift mit dem selt­samen Namen Der Phys­iokrat auf und begin­nt zu lesen.

Er bringt damit eine Geschichte in Gang, die sich rund 15 Jahre später, während der Weltwirtschaft­skrise, um die halbe Erde ver­bre­it­en wird. Von einem nie da gewe­se­nen Exper­i­ment wer­den die Zeitun­gen schreiben, in Deutsch­land, Frankre­ich, Ameri­ka. Vom erstaunlichen Scharf­sinn eines Dorf­bürg­er­meis­ters namens Michael Unter­guggen­berg­er. Und immer wieder: vom Wun­der von Wör­gl.

Es ist eine Geschichte über die eben­so gefährliche wie heil­same Kraft des Geldes. Aus­gerech­net heute, in ein­er Zeit neuer Finanzkrisen und Speku­la­tions­blasen, ken­nt sie fast nie­mand mehr.

Die Haupt­fig­ur kommt am 15. August 1884 in Tirol zur Welt. Michael Unter­guggen­berg­er ist das Kind eines ein­fachen Arbeit­ers. Das Lehrgeld für die Aus­bil­dung zum Mechaniker borgt der Junge sich zusam­men. Sein Glück ist die Eisen­bahn. Im Bauern­dorf Wör­gl kreuzen sich das Inntal und das Brix­en­tal, der ide­ale Ort für einen Bahn­knoten­punkt. Hier suchen sie Heiz­er, Handw­erk­er, Hil­f­sar­beit­er. Hier find­et der junge Unter­guggen­berg­er eine Anstel­lung, nach weni­gen Jahren steigt er zum Lok­führer auf.

Es gibt ein Foto aus jen­er Zeit: Unter­guggen­berg­er vor ein­er Dampfloko­mo­tive. Vor ihm ste­ht ein Schrauben­schlüs­sel, der ihm von den Füßen bis zur Hüfte reicht. Solch kolos­sales Werkzeug ist nicht unüblich damals, ein­er­seits, aber der Schrauben­schlüs­sel wirkt auch deswe­gen so riesig, weil Unter­guggen­berg­er ein mick­riger Mann ist, mager, kaum größer als 1,60 Meter. Viel Kraft hat er nicht. Reden aber kann er. 1904 wird er Mit­glied der Sozialdemokratis­chen Arbeit­er­partei, später überzeugt er Hun­derte von Kol­le­gen, der Wör­gler Orts­gruppe der Eisen­bah­n­ergew­erkschaft beizutreten.

Unter­guggen­berg­er ist kein­er, der Scheu vor eige­nen Gedanken hat. Mit zwölf Jahren musste er die Schule ver­lassen? Na und, dann liest er jet­zt eben umso mehr: Marx und Engels, die Biografie des amerikanis­chen Auto­bauers Hen­ry Ford, Analy­sen der Indus­tri­al­isierung und des Kap­i­tal­is­mus.

So fängt er an, sich mit dem Geld zu beschäfti­gen. Auf the­o­retis­che Art, selb­st hat er ja kaum welch­es.

Von der Rev­o­lu­tion hält der Sozialdemokrat Unter­guggen­berg­er nicht viel, dafür ist der 4000-Ein­wohn­er-Ort Wör­gl zu klein. Wer mit dem Zel­lu­lose­fab­rikan­ten und dem Brauereibesitzer im Wirtshaus sitzt, schlägt ihnen nicht den Kopf ein. Das Geld, glaubt Unter­guggen­berg­er, müsste von selb­st zu den Arbeit­ern fließen. Nur, wie schafft man das?

Diese Frage ist es, die Michael Unter­guggen­berg­er durch den Kopf geht auf seinen Eisen­bah­n­fahrten durch das Hab­s­burg­er­re­ich. Von dieser Frage ist auch in der poli­tis­chen Zeitschrift die Rede, die da auf ein­mal vor ihm liegt, mit­ten im Krieg.

Der Phys­iokrat erscheint monatlich, in ein­er kleinen Auflage von etwa 600 Stück. Her­aus­ge­ber und ein­er der wichtig­sten Autoren ist Sil­vio Gesell, geboren 1862, ein Kauf­mann, Veg­e­tari­er und ökonomis­ch­er Auto­di­dakt mit ein­er selt­samen Idee: Er behauptet, das Grundü­bel aller Finanzen liege darin, dass Geld anders sei als Eisen. Man kann es lagern, solange man will. Es fängt nicht an zu ros­ten.

Im Gegen­teil, es gewin­nt an Wert. Wer sein Geld hort­et, wer es anlegt, kann Zin­sen kassieren und Zins­eszin­sen und dabei vergessen, dass irgend­je­mand die Ren­dite erwirtschaften muss. Arbeit­er, Angestellte, Man­ag­er. Solange die Unternehmen genug Gewinne machen, geht alles gut. Aber irgend­wann, da wer­den der größte Fleiß und die besten Ideen nicht reichen, um Zin­sen und Zins­eszin­sen zu zahlen, und dann platzen die Kred­ite, gehen die Fir­men pleite.

Mit dem Ende des Krieges werde das Elend nicht vor­bei sein, ahnt Gesell. Nicht Kanonen und Panz­er wür­den die Men­schen dann ins Unglück stürzen, son­dern Börsen und Banken.

Der Phys­iokrat fällt der Kriegszen­sur zum Opfer. Gele­sen wird er trotz­dem. Unter­guggen­berg­er find­et Gesells Ansicht­en inter­es­sant, überzeugt ist er noch nicht. Viele Leute behaupten vieles in diesen let­zten Tagen der Monar­chie. “Gesell war der Mei­n­ung, das Geld dürfe der Vergänglichkeit alles Irdis­chen nicht länger ent­zo­gen wer­den, dann werde es der Welt bess­er gehen”, sagt der deutsche Ökonom und Gesell-Experte Wern­er Onken. Eine ganze The­o­rie kon­stru­iert Gesell um diesen Gedanken herum. Die soge­nan­nte Freigeldlehre. Aber was soll das bedeuten, vergänglich­es Geld? Wie bringt man Geld zum Ros­ten?

Jahre später, 1929, passiert das, was Gesell voraus­ge­se­hen hat. In New York bricht die Börse zusam­men. Speku­lanten stürzen sich aus dem Fen­ster, Banken gehen pleite. Bald ziehen hungernde Arbeit­slose durch Ameri­ka, während die Lok­führer ihre Züge mit Weizen befeuern, weil nie­mand mehr Getrei­de kauft.

Unter­guggen­berg­er liest in der Zeitung von der großen Krise. Er über­legt: Wie bringt man es fer­tig, dass das Geld wieder zirkuliert, dass es bei den ein­fachen Leuten ankommt, anstatt ewig auf irgendwelchen Kon­ten herumzuliegen? Nun kön­nte man meinen, dass die ökonomis­chen Grü­beleien des Michael Unter­guggen­berg­er für den Gang der Dinge eher unwichtig seien. Was küm­mert es die Welt, welche Antworten ein Tirol­er Loko­mo­tivführer auf finanzthe­o­retis­che Fra­gen gibt. Unter­guggen­berg­er aber ist längst mehr als nur Loko­mo­tivführer.

Öster­re­ich ist jet­zt eine Demokratie, und Unter­guggen­berg­er sitzt für die Sozialdemokrat­en im Gemein­der­at. Er führt dort die Frak­tion, seit den Wahlen von 1928 sind Sozialdemokrat­en und Bürg­er­liche in Wör­gl gle­ich stark. Es beste­ht ein Patt, und anders als heute üblich entschei­det nicht eine Neuwahl über das neue Gemein­deober­haupt, son­dern das Glück. Beim ersten Mal, 1928, fällt das Los auf den Kan­di­dat­en der Bürg­er­lichen, im Dezem­ber 1931 aber wird erneut das Los gezo­gen. Unter­guggen­berg­er gewin­nt. Er, der Arbeit­er­sohn, wird Bürg­er­meis­ter von Wör­gl.

Ger­ade noch rechtzeit­ig, muss man sagen. Denn die große Wirtschaft­skrise, vor deren Hin­ter­grund sich das Wör­gler Wun­der ereignen wird, hat, von Ameri­ka kom­mend, längst Mit­teleu­ropa erre­icht. Auch Wör­gl. Die Zel­lu­lose­fab­rik, die einst 400 Men­schen beschäftigte, ist still­gelegt, die Brauerei kämpft ums Über­leben, junge Män­ner mit braunen Hem­den und Hak­enkreuzbinden marschieren durch die Mark­t­ge­meinde und hin­auf zu den Almen. Bei den Land­tagswahlen 1932 wird die NSDAP in Öster­re­ich fast zwanzig Prozent der Stim­men erhal­ten.

Er bringt damit eine Geschichte in Gang, die sich rund 15 Jahre später, während der Weltwirtschaft­skrise, um die halbe Erde ver­bre­it­en wird. Von einem nie da gewe­se­nen Exper­i­ment wer­den die Zeitun­gen schreiben, in Deutsch­land, Frankre­ich, Ameri­ka. Vom erstaunlichen Scharf­sinn eines Dorf­bürg­er­meis­ters namens Michael Unter­guggen­berg­er. Und immer wieder: vom Wun­der von Wör­gl.

Es ist eine Geschichte über die eben­so gefährliche wie heil­same Kraft des Geldes. Aus­gerech­net heute, in ein­er Zeit neuer Finanzkrisen und Speku­la­tions­blasen, ken­nt sie fast nie­mand mehr.

Die Haupt­fig­ur kommt am 15. August 1884 in Tirol zur Welt. Michael Unter­guggen­berg­er ist das Kind eines ein­fachen Arbeit­ers. Das Lehrgeld für die Aus­bil­dung zum Mechaniker borgt der Junge sich zusam­men. Sein Glück ist die Eisen­bahn. Im Bauern­dorf Wör­gl kreuzen sich das Inntal und das Brix­en­tal, der ide­ale Ort für einen Bahn­knoten­punkt. Hier suchen sie Heiz­er, Handw­erk­er, Hil­f­sar­beit­er. Hier find­et der junge Unter­guggen­berg­er eine Anstel­lung, nach weni­gen Jahren steigt er zum Lok­führer auf.

Es gibt ein Foto aus jen­er Zeit: Unter­guggen­berg­er vor ein­er Dampfloko­mo­tive. Vor ihm ste­ht ein Schrauben­schlüs­sel, der ihm von den Füßen bis zur Hüfte reicht. Solch kolos­sales Werkzeug ist nicht unüblich damals, ein­er­seits, aber der Schrauben­schlüs­sel wirkt auch deswe­gen so riesig, weil Unter­guggen­berg­er ein mick­riger Mann ist, mager, kaum größer als 1,60 Meter. Viel Kraft hat er nicht. Reden aber kann er. 1904 wird er Mit­glied der Sozialdemokratis­chen Arbeit­er­partei, später überzeugt er Hun­derte von Kol­le­gen, der Wör­gler Orts­gruppe der Eisen­bah­n­ergew­erkschaft beizutreten.

Unter­guggen­berg­er ist kein­er, der Scheu vor eige­nen Gedanken hat. Mit zwölf Jahren musste er die Schule ver­lassen? Na und, dann liest er jet­zt eben umso mehr: Marx und Engels, die Biografie des amerikanis­chen Auto­bauers Hen­ry Ford, Analy­sen der Indus­tri­al­isierung und des Kap­i­tal­is­mus.

So fängt er an, sich mit dem Geld zu beschäfti­gen. Auf the­o­retis­che Art, selb­st hat er ja kaum welch­es.

Von der Rev­o­lu­tion hält der Sozialdemokrat Unter­guggen­berg­er nicht viel, dafür ist der 4000-Ein­wohn­er-Ort Wör­gl zu klein. Wer mit dem Zel­lu­lose­fab­rikan­ten und dem Brauereibesitzer im Wirtshaus sitzt, schlägt ihnen nicht den Kopf ein. Das Geld, glaubt Unter­guggen­berg­er, müsste von selb­st zu den Arbeit­ern fließen. Nur, wie schafft man das?

Diese Frage ist es, die Michael Unter­guggen­berg­er durch den Kopf geht auf seinen Eisen­bah­n­fahrten durch das Hab­s­burg­er­re­ich. Von dieser Frage ist auch in der poli­tis­chen Zeitschrift die Rede, die da auf ein­mal vor ihm liegt, mit­ten im Krieg.

Der Phys­iokrat erscheint monatlich, in ein­er kleinen Auflage von etwa 600 Stück. Her­aus­ge­ber und ein­er der wichtig­sten Autoren ist Sil­vio Gesell, geboren 1862, ein Kauf­mann, Veg­e­tari­er und ökonomis­ch­er Auto­di­dakt mit ein­er selt­samen Idee: Er behauptet, das Grundü­bel aller Finanzen liege darin, dass Geld anders sei als Eisen. Man kann es lagern, solange man will. Es fängt nicht an zu ros­ten.

Im Gegen­teil, es gewin­nt an Wert. Wer sein Geld hort­et, wer es anlegt, kann Zin­sen kassieren und Zins­eszin­sen und dabei vergessen, dass irgend­je­mand die Ren­dite erwirtschaften muss. Arbeit­er, Angestellte, Man­ag­er. Solange die Unternehmen genug Gewinne machen, geht alles gut. Aber irgend­wann, da wer­den der größte Fleiß und die besten Ideen nicht reichen, um Zin­sen und Zins­eszin­sen zu zahlen, und dann platzen die Kred­ite, gehen die Fir­men pleite.

Mit dem Ende des Krieges werde das Elend nicht vor­bei sein, ahnt Gesell. Nicht Kanonen und Panz­er wür­den die Men­schen dann ins Unglück stürzen, son­dern Börsen und Banken.

Der Phys­iokrat fällt der Kriegszen­sur zum Opfer. Gele­sen wird er trotz­dem. Unter­guggen­berg­er find­et Gesells Ansicht­en inter­es­sant, überzeugt ist er noch nicht. Viele Leute behaupten vieles in diesen let­zten Tagen der Monar­chie. “Gesell war der Mei­n­ung, das Geld dürfe der Vergänglichkeit alles Irdis­chen nicht länger ent­zo­gen wer­den, dann werde es der Welt bess­er gehen”, sagt der deutsche Ökonom und Gesell-Experte Wern­er Onken. Eine ganze The­o­rie kon­stru­iert Gesell um diesen Gedanken herum. Die soge­nan­nte Freigeldlehre. Aber was soll das bedeuten, vergänglich­es Geld? Wie bringt man Geld zum Ros­ten?

Jahre später, 1929, passiert das, was Gesell voraus­ge­se­hen hat. In New York bricht die Börse zusam­men. Speku­lanten stürzen sich aus dem Fen­ster, Banken gehen pleite. Bald ziehen hungernde Arbeit­slose durch Ameri­ka, während die Lok­führer ihre Züge mit Weizen befeuern, weil nie­mand mehr Getrei­de kauft.

Unter­guggen­berg­er liest in der Zeitung von der großen Krise. Er über­legt: Wie bringt man es fer­tig, dass das Geld wieder zirkuliert, dass es bei den ein­fachen Leuten ankommt, anstatt ewig auf irgendwelchen Kon­ten herumzuliegen? Nun kön­nte man meinen, dass die ökonomis­chen Grü­beleien des Michael Unter­guggen­berg­er für den Gang der Dinge eher unwichtig seien. Was küm­mert es die Welt, welche Antworten ein Tirol­er Loko­mo­tivführer auf finanzthe­o­retis­che Fra­gen gibt. Unter­guggen­berg­er aber ist längst mehr als nur Loko­mo­tivführer.

Öster­re­ich ist jet­zt eine Demokratie, und Unter­guggen­berg­er sitzt für die Sozialdemokrat­en im Gemein­der­at. Er führt dort die Frak­tion, seit den Wahlen von 1928 sind Sozialdemokrat­en und Bürg­er­liche in Wör­gl gle­ich stark. Es beste­ht ein Patt, und anders als heute üblich entschei­det nicht eine Neuwahl über das neue Gemein­deober­haupt, son­dern das Glück. Beim ersten Mal, 1928, fällt das Los auf den Kan­di­dat­en der Bürg­er­lichen, im Dezem­ber 1931 aber wird erneut das Los gezo­gen. Unter­guggen­berg­er gewin­nt. Er, der Arbeit­er­sohn, wird Bürg­er­meis­ter von Wör­gl.

Ger­ade noch rechtzeit­ig, muss man sagen. Denn die große Wirtschaft­skrise, vor deren Hin­ter­grund sich das Wör­gler Wun­der ereignen wird, hat, von Ameri­ka kom­mend, längst Mit­teleu­ropa erre­icht. Auch Wör­gl. Die Zel­lu­lose­fab­rik, die einst 400 Men­schen beschäftigte, ist still­gelegt, die Brauerei kämpft ums Über­leben, junge Män­ner mit braunen Hem­den und Hak­enkreuzbinden marschieren durch die Mark­t­ge­meinde und hin­auf zu den Almen. Bei den Land­tagswahlen 1932 wird die NSDAP in Öster­re­ich fast zwanzig Prozent der Stim­men erhal­ten.

Jul
20
Sa
Offene Gartenpforte im Wandelgarten am 20. und 21. July 2019 @ Wandelgarten
Jul 20 um 15:00 – 18:00
Jul
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So
Offene Gartenpforte im Wandelgarten am 20. und 21. July 2019 @ Wandelgarten
Jul 21 um 11:00 – 14:00
Aug
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3. Sommerfilm im Wandelgarten “Farmer John” mit Mistgabel und Federboa 02. August 2019 um 21.00 Uhr @ Wandelgarten
Aug 2 um 21:00 – 22:15

Farmer John – das Leben eines Freundes

Regie bei diesem ein­drucksvollem Film von 2005, führte der amerikanis­che Doku­men­tarfilmer Tag­gart Siegel, der unter anderem mit Fil­men, wie Queen of the Sun bekan­nt wurde und außer­dem auch, ein per­sön­lich­er Fre­und von John Peter­son ist. Die Geschichte vom skur­rilen und exzen­trischen Farmer John, die exk­lu­siv aus dessen Fed­er stammt, besticht durch ihre Authen­tiz­ität, ihren unverblümten Erzählstil und nicht zulet­zt, durch die Botschaft, die sie ver­mit­telt. Filmkri­tik­er und Presse sind sich darin einig, dass dieser Doku­men­tarfilm ein sehenswertes Stück Real­ität ist. Augen­schein­lich ste­ht er für den Kampf mit sich selb­st und den Erfolg für harte Arbeit, gepaart mit inno­v­a­tiv­en Ideen. Selb­st der amerikanis­che Poli­tik­er und lei­den­schaftliche Umweltak­tivist Al Gore kam nicht umhin, diesen Film als beson­ders humor­volle, pack­ende und mit genauem Blick erzählte Geschichte zu beze­ich­nen.

Einblicke in in den Film Farmer John

Gedreht wurde fast auss­chließlich, auf der Peter­son Farm in Illi­nois. Auftritte der Mut­ter, spiegeln sehr erk­lärend die Entwick­lung und die Wider­sprüch­lichkeit­en in John Peter­sons Seele wieder und rück­en durch ihre char­mante Art, wichtige Ereignisse in ein sehr per­sön­lich­es, intimes Licht. Pri­vates Film­ma­te­r­i­al und Fam­i­lien­fo­tos, erlauben einen weitre­ichen­den Blick in das Leben eines der heute erfol­gre­ich­sten Direk­tver­sorg­er in Ameri­ka. Peter­son set­zt sich mit sein­er Farm für Per­makul­tur und Nach­haltigkeit ein und auch so, ist dieser lehrre­iche Film, heute wieder aktueller denn je.

Für die akustis­che Insze­nierung sor­gen, der in Ore­gon lebende und für einige Sound­tracks (unter anderem my Old Lady und Nebras­ka), bekan­nte Kom­pon­ist und Per­former Mark Orton und die aus­tralis­che Instru­men­tal Rock Band Dirty Three. Musikalis­che Unter­malung, die punk­t­ge­nau passende Akzente set­zt.

Farmer wider Willen

Wie der Filmti­tel schon ver­rät, han­delt es sich bei John Peter­son nicht um den arche­typ­is­chen Farmer, wie er im Buche ste­ht. Seit er die Farm seines Vaters, die sich schon über viele Gen­er­a­tio­nen in Fam­i­lienbe­sitz befind­et, über­nom­men hat, sorgt er durch seine Leben­sphiloso­phie immer wieder für Gesprächsstoff unter den Nach­barn.

Dirty Three. Musikalis­che Unter­malung, die punk­t­ge­nau passende Akzente set­zt.

https://www.arbeit-kultur-wtal.de/2-sommerfilm-farmer-john-mit-mistgabel-und-federboa-02-august-2019-um-21–00-uhr/

 

Sep
6
Fr
4. Sommerfilm im Wandelgarten “How to change the world” 06.09.2019 um 20.00 Uhr
Sep 6 um 20:30 – 22:00

How to Change the World chron­i­cles the adven­tures of an eclec­tic group of young pio­neers — Cana­di­an hip­pie jour­nal­ists, pho­tog­ra­phers, musi­cians, sci­en­tists, and Amer­i­can draft dodgers — who set out to stop Richard Nixon’s atom­ic bomb tests in Amchit­ka, Alas­ka, and end up cre­at­ing the world­wide green move­ment. Green­peace was found­ed on tight knit, pas­sion­ate friend­ships forged in Van­cou­ver in the ear­ly 1970s. Togeth­er they pio­neered a tem­plate for envi­ron­men­tal activism which mixed dar­ing icon­ic feats and world­wide media: plac­ing small rub­ber inflat­a­bles between har­poon­ers and whales, block­ing ice-break­ing seal­ing ships with their bod­ies, spray­ing the pelts of baby seals with dye to make them val­ue­less in the fur mar­ket. The group had a pre­scient under­stand­ing of the pow­er of media, know­ing that the advent of glob­al mass com­mu­ni­ca­tions meant that the image had become a more effec­tive tool for change than the strike or the demon­stra­tion.

Sep
7
Sa
Kunstprojekt “VisàVis” mit der Künstlerin Ana Biber @ Wandelgarten
Sep 7 um 14:00 – 17:00
Kun­st­pro­jek­ts “VisàVis” der Kün­st­lerin Ana Biber

Teil­nehmerIn­nen­Zahl mind. 2 max. 12 (immer ger­ade Zahl da paar­weise gear­beit­et wird.

Ziel des Pro­jek­ts ist es unter­schiedliche Men­schen durch gemein­sames Malen zusam­men
zu führen und sicch miteinan­der auszu­tauschen…

Jew­eils 2 der Teil­nehmerIn­nen malen ein Bild gemein­sam, nach­dem ich eine Ein­führung gegeben
habe…Bevor sie malen tauschen sie sich gegen­seit­ig über Leben­szusam­men­hänge oder
Lebenssi­t­u­a­tio­nen aus… Das fließt in das Bild ein.

Durchge­führt habe ich das Pro­jekt mit Jugendlichen und Älteren­Men­schen ‚
mit Behin­derten und Nicht­be­hin­derten, mit Män­nern und Frauen,
Müt­tern und Töchtern, Trauern­den und Nicht­trauern­den…

Je nach Sit­u­a­tion kön­nen sich viele Paarun­gen find­en…

Die gemein­sam erar­beit­eten Werke wer­den besprochen und kön­nen
ggf. auch aus­gestellt wer­den…

Das Pro­jekt kann geplant aus­ge­führt wer­den oder auch spon­tan (dh. in diesem Fall “von der Strasse”)

Als Ter­min habe ich den 1. Sam­stag im Sep­tem­ber nach den Schulfe­rien angedacht.

Okt
4
Fr
5. Sommerfilm im Wandelgarten am 04. 10.2019 um 20.00 Uhr @ Wandelgarten
Okt 4 um 20:00 – 21:30

Dies ist der let­zte Ter­min zu unser­er tra­di­tionellen Som­mer­film­serie 2019.
Wir haben noch keine endgültige Wahl zum Som­mer­film-Abschied getrof­fen — vielle­icht über­legen Sie mit uns?

Nov
9
Sa
Woga 2019 mit Rita Herweg @ Wandelgarten
Nov 9 um 12:00 – Nov 10 um 19:00

https://www.arbeit-kultur-wtal.de/woga-2019/
Rita Her­weg

Luisen­str. 110, Wan­del­gar­ten – bar­ri­ere­frei
0175–4132848

Worte­Garten

Erste Veröf­fentlichung als Lyrik­erin 2002 mit MÖRTEL IM MUND, 2004 Lit­er­atur­Bilder mit dem Maler Alexan­der Steffes, 2008 AUSZEIT mit Long Green Moun­tain, 2012 MEINE STADT in Wup­per­taler Ein- und Aus­blicke (Edi­tion Könd­gen), seit 2003 zahlre­iche Pub­lika­tio­nen in Antholo­gien, Lesun­gen, Ausstel­lun­gen. Regelmäßige Teil­nahme an ver­schiede­nen Kun­st- und Kul­tur­märk­ten in Wup­per­tal und NRW.

Sprache ist meine Welt. Lyrik meine Lei­den­schaft. Die Inspi­ra­tion für meine Gedichte ist das Leben an sich, sind Begeg­nun­gen mit anderen und mit mir, sind Spuren­suche und Orte, Gedanken, Empfind­un­gen. So entste­hen Gedichte wie flüchtige Bilder, Skizzen in Worten, die sich für die LeserIn vor dem Hin­ter­grund der eige­nen Biogra­phie und der per­sön­lichen Sit­u­a­tio­nen ganz indi­vidu­ell ent­fal­ten.

rita.herweg@t-online.de

www.rita-herweg.de/gedichte