Home

Home

prof bergmannFrith­jof Berg­mann wollte nicht Pfar­rer wer­den und wan­derte aus Frith­jof Berg­manns Va­ter war pro­tes­tan­ti­scher Pfar­rer in Hall­statt in Ober­ös­ter­reich. „Er wollte, dass ich Pfar­rer werde, ich wollte aber nicht, das hat dazu ge­führt, dass ich in die USA aus­ge­wan­dert bin“, er­zählt er. „Ich konnte Nein sa­gen.“ Der eme­ri­tierte Pro­fes­sor für Phi­lo­so­phie  und An­thro­po­lo­gie an der Uni von Mi­chi­gan in Ann Ar­bour grün­dete 1984 die Be­we­gung „New­Work – New Cul­ture“, zu­nächst um den vie­len Men­schen, die nach der Schlie­ßung meh­re­rer Au­to­mo­bil­werke ih­ren Job ver­lo­ren hat­ten, eine neue Per­spek­tive zu ge­ben. Im Zen­trum steht die For­de­rung nach ei­nem sinn­er­füll­ten und   selbst­be­stimm­ten Le­ben, bei dem die Men­schen dort, wo sie le­ben, de­zen­tral die Ar­beit tun, die sie wirk­lich tun möchten.

Die Per­so­nen­be­schrei­bung ent­stand im Zuge des Ar­ti­kels “Junge sol­len das Un­ge­wöhn­li­che wa­gen” von Ka­rin Zau­ner von  SAMSTAG, 1. JUNI 2013 und ist in den Salz­bur­ger Nach­rich­ten erschienen.

Wan­del. Der Phi­lo­soph Frith­jof Berg­mann wurde oft be­lä­chelt. Heute sind Wirt­schafts­ka­pi­täne sehr nett zu ihm. KARIN ZAUNER

Lang und oft wur­den seine Ideen mit Kopf­schüt­teln be­dacht. Das quit­tierte Frith­jof Berg­mann stets mit dem Satz,  Kopf­schüt­teln sei gut für den Kreis­lauf. Doch mit dem Kopf­schüt­teln ist es vor­bei. Heute ho­len  sich Wirt­schafts­ka­pi­täne Rat bei dem 82-Jährigen, wie etwa jene bei Google. Berg­mann war Tel­ler­wä­scher, Preis­bo­xer, Phi­lo­so­phie­pro­fes­sor in den USA und Grün­der der Zen­tren für „Neue Ar­beit“: Der ge­bür­tige Sachse, der in Hall­statt in Ober­ös­ter­reich auf­ge­wach­sen ist, hat be­reits vor ei­nem Vier­tel­jahr­hun­dert auf Pro­bleme von heute auf­merk­sam ge­macht. Man sagt über ihn: Er habe et­was Pro­phe­ten­haf­tes. „Zu mei­ner ei­ge­nen Über­ra­schung pas­siert oft das, was  ich Jahre zu­vor vor­aus­ge­sagt habe“, meint er im SN-Interview.

SN: Sie sa­gen, die Men­schen müss­ten mit Freude ar­bei­ten und et­was für sie Sinn­vol­les tun. Das will wohl je­der. Aber wa­rum ge­lingt das so wenigen?

Berg­mann: Wir  brau­chen eine grund­sätz­lich an­dere Wirt­schaft. In der jet­zi­gen Wirt­schaft ist es nur in Aus­nah­me­fäl­len so, dass die Ar­beit die Men­schen er­füllt und be­geis­tert. Ar­beit kann er­schöp­fen, ver­bren­nen und tö­ten, aber sie kann den Men­schen auch Kraft und dem Le­ben Sinn ge­ben. Ich möchte das mit ei­nem Bild er­klä­ren. Sex muss schon sehr gut sein, um je­man­den, der ge­rade mit Be­geis­te­rung an et­was ar­bei­tet, los­zu­rei­ßen. Sol­che Ar­beit müs­sen wir ha­ben. Meine Ar­beit zielte im­mer dar­auf ab, dass eine völ­lig an­dere Wirt­schaft nö­tig ist, auf die­ser Ba­sis kann dann die neue Or­ga­ni­sa­tion der Ar­beit ent­wi­ckelt wer­den. Und das ma­chen wir schon mit ei­ner Fülle von Er­fol­gen. Ohne eine  neue Wirt­schaft wird das aber nicht All­ge­mein­gut werden.

SN: Ihr Re­zept ge­gen Mas­sen­ar­beits­lo­sig­keit und Bil­lig­jobs  heißt, je­der Ort soll seine ei­gene kleine Fa­brik ha­ben, also mehr auf Selbst­ver­sor­gung set­zen. Jene Fa­bri­ka­to­ren, die Sie schon vor ei­nem Jahr­zehnt be­schrie­ben ha­ben, gibt es heute in Form von 3-D-Druckern auch für den  Haus­ge­brauch. Kom­men Sie mit Ih­ren Ideen schön lang­sam ans Ziel?

Berg­mann: Die Neue Ar­beit braucht  ent­wi­ckelte neue Tech­no­lo­gien. Da­mit ist heute eine ver­sor­gende Wirt­schaft mög­lich, also ei­ne­Wirt­schaft,  die­Men­schen un­ter­stützt, kräf­tigt und wei­ter­ent­wi­ckelt, vor al­lem die geis­tige Di­men­sion des Men­schen. Es geht um eine Wirt­schaft, in der das Ma­te­ri­elle zum Ver­sor­gen dient. Die Mi­nia­tu­ri­sie­rung ist ein gro­ßer Fort­schritt und lässt  Mi­kro­fa­bri­ken zu. Mit Fa­bri­ka­to­ren kann man wohl keine Boe­ing 747 her­stel­len und auch nicht Sei­den­strümpfe, aber sie kön­nen da­mit eine Fülle von Din­gen auf in­no­va­tive Art und Weise pro­du­zie­ren, und sie ha­ben die  Mög­lich­keit, Mi­kro­fa­bri­ken auf­zu­bauen. Wir kön­nen uns heute eine Welt vor­stel­len, in der je­des Dorf eine Fa­brik ha­ben kann, weil sie klein und güns­tig ge­wor­den ist.

SN: Kön­nen Sie kon­krete Bei­spiele für Pro­jekte der „Neuen  Ar­beit“ beschreiben?

Berg­mann: Vor ei­nem Jahr ha­ben wir in Steyr in Ober­ös­ter­reich ein Elek­tro­mo­tor­rad zum  Sel­ber­bauen auf die­ser Ba­sis ent­wor­fen. Es wurde in ei­ner klei­nen Werk­statt zu­sam­men­ge­setzt. Dazu hat eine Gruppe von Un­ter­neh­mern ein Kon­sor­tium ge­grün­det. Der Name des Mo­tor­rads ist „Der Stey­rer“. Die Ver­mark­tung  ist bis­her we­ni­ger ge­lun­gen als er­hofft. Aber auch das passt, denn es ist sei­ner Zeit vor­aus. Jetzt ar­beite ich sehr  in­ten­siv in De­troit. In Län­dern, in de­nen die Si­tua­tion schlech­ter ist, ist die Ak­zep­tanz der Neuen Ar­beit viel grö­ßer  als in Län­dern, in de­nen es gut geht. In De­troit sind in den ver­gan­ge­nen Jah­ren 70 Pro­zent der Ar­bei­ter in der  Au­to­in­dus­trie ar­beits­los ge­wor­den. Und die Jobs kom­men nicht zu­rück. In De­troit ist man sehr nett zu mir. Man  hört mir zu, weil ich Bei­spiele da­für zur Hand habe, dass das, was un­glaub­lich schien, sich als rich­tig er­wie­sen hat.  Ich habe schon 1994 in De­troit mit den ur­ba­nen Gär­ten und der Ge­mü­se­pro­duk­tion angefangen.

Frü­her galt das als Schnaps­idee, heute ist De­troit be­kannt da­für und die ur­ba­nen Gär­ten sind welt­weit zu finden.

SN: Mei­nen Sie, in  Öster­reich geht es uns noch zu gut, als dass wir uns auf neue Ideen einlassen?

Berg­mann: Ich hoffe, dass die Ant­wort  nein ist. In Öster­reich wird der Ein­druck er­weckt, es laufe al­les sehr gut. Doch es geht dem Land bei­Wei­tem nicht so  gut, wie es dar­ge­stellt wird. Schauen Sie sich Ge­mein­de­fi­nan­zen, Kin­der­ar­mut oder Burn-out-Quoten an. Da­her glaube ich an ei­nen ra­san­ten Um­schwung. Die Krise nach 2008 hat nicht ge­nügt. Et­was Ähn­li­ches in na­her Zu­kunft  wird aber grund­sätz­li­che Ver­än­de­rung brin­gen. In Vor­trä­gen in Deutsch­land und Öster­reich spre­che ich oft da­von,  dass Sie hier eine schrump­fende Oase sind. Ich bin ge­rade für Öster­reich sehr pes­si­mis­tisch, dass es ei­nen Übergang  in eine neue Wirt­schafts­form fin­det. Öster­reich be­rei­tet sich we­ni­ger als je­des an­dere Land auf der­Welt auf  Ver­än­de­rung vor, weil es sich in der Si­cher­heit wiegt, dass sich seit Ma­ria The­re­sia nichts We­sent­li­ches ver­än­dert  hat.

SN: Wie ar­bei­ten wir in Zukunft?

Berg­mann: Wir le­ben in dem Pen­del zwi­schen Ent­we­der und Oder. Das  Ent­we­der ken­nen wir alle, es kann ent­setz­lich wer­den, das Oder ist un­ge­schrie­ben. Man hat kaum eine Idee von der  Al­ter­na­tive, das ist vage. Es sind haupt­säch­lich ein paar grüne Ideen, die nicht so ernst ge­nom­men wer­den. Das  Grüne muss sich mit der Neuen Ar­beit, der neuen Wirt­schaft ver­knüp­fen. Un­sere Auf­gabe ist es, die Al­ter­na­tive  sicht­bar zu ma­chen. Dazu dient der Be­griff der Dör­fer, in de­nen eine Fa­brik steht, sehr gut. Wenn wir es klug  ma­chen, wer­den wir in Zu­kunft un­ge­fähr ein Drit­tel in der ver­sor­gen­den Öko­no­mie ar­bei­ten, also Ge­müse in ur­ba­nen Gär­ten pro­du­zie­ren oder elek­tri­sche Mo­tor­rä­der wie in Steyr. Je­der Mensch wird zwölf Stun­den in die­sem  Seg­ment ar­bei­ten. Dann wird er zu ei­nem Drit­tel in Un­ter­neh­men ar­bei­ten, die sich nach der Neuen Ar­beit  aus­rich­ten. Denn wir wis­sen, dass die Ar­beit un­ver­gleich­lich bes­ser wird, wenn je­mand eine Ar­beit tut, die er wirk­lich tun will. Wenn Men­schen das ar­bei­ten, was sie wol­len, ist ihre Be­geis­te­rung un­gleich grö­ßer. Und das dritte  Drit­tel wird der Mensch da­mit ver­brin­gen, das zu tun, was er schon im­mer tun wollte, was schon im­mer sein Traum war.

SN: Wis­sen denn die Men­schen so ge­nau, was sie wirk­lich wollen?

Berg­mann: Wir ha­ben eine Ar­mut der  Be­gierde. Die Auf­gabe je­des Zen­trums für Neue Ar­beit ist es, das Wol­len raus­zu­kit­zeln, da­mit es für Men­schen kla­rer  wird, was sie tun möch­ten. Dazu muss man die­Mög­lich­keit schaf­fen, viele un­ter­schied­li­che Dinge  aus­zu­pro­bie­ren. Man kann das nicht durchs Knöp­fe­zäh­len her­aus­fin­den, son­dern nur durchs Ex­pe­ri­men­tie­ren. Hier  kri­ti­siere ich auch un­ser Ar­beits­sys­tem und die Schule. Denn die jün­gere Ge­ne­ra­tion wird nicht dazu an­ge­hal­ten, Neues und Un­ge­wöhn­li­ches aus­zu­pro­bie­ren. El­tern ma­chen den Kin­dern kei­nen Mut, son­dern sa­gen: Macht et­was  Ver­nünf­ti­ges, et­was Realistisches.

Der Ar­ti­kel “Junge sol­len das Un­ge­wöhn­li­che wa­gen” von Ka­rin Zau­ner von  SAMSTAG, 1. JUNI 2013 ist in den Salz­bur­ger Nach­rich­ten er­schie­nen und wurde un­se­rem Ver­ein mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung als Blog­bei­trag freigegeben.

Fbergmann

Zum Thema, wie leben wir die Neue Arbeit praktisch in unserer Stadt, das Interview mit Christine Nordmann von Michael Bonke, Sunpod, Optimist und Solargourmet.

Neue Arbeit – die Arbeit, die ich tun will.

Es gibt nicht mehr so viel Arbeit, die notwendig ist und zum Leben beiträgt. Vor nur 100 Jahren arbeiteten 70% aller Menschen in der Landwirtschaft, heute sind es 3% und den größten Teil machen Maschinen, die dann die Kartoffeln auf dem Feld nach Normgrößen aussortieren. Der „Rest“ wird wieder untergepflügt oder inzwischen genehmigt von Menschen für den eigenen dringenden Bedarf von Hand ausgebuddelt. Es wird ein Drittel überproduziert und dann vernichtet. Ganz schön verrückt.

Dies ist nur ein Beispiel, aber auch im Dienstleistungsbereich werden die hochtechnischen Müllentsorgungsfahrzeuge inzwischen so mit Computer-Wissen ausgestattet, dass nur noch ein Fahrer nötig ist und der Fahrzeug-Computer ist in der Lage, die Tonne zu orten, zu greifen und zu entleeren. Klar, das ist keine Arbeit, die jeder tun will. Aber wie war das früher? Es gab den häuslichen Komposthaufen und die Abfälle wurden nicht abtransportiert sondern wieder zu Humus verwandelt dem Boden zugeführt. Milch wurde in Milchkannen beim Bauern geholt zu Zeiten wenn die Kühe von der Weide kamen und im Stall gemolken wurden. Eingekauft wurde im Laden um die Ecke, wo die Dinge lose in Papiertüten gefüllt und abgewogen wurden. Es gab sehr wenig Abfallprodukte.

 

Arbeit, die man „wirklich wirklich tun“ möchte entfaltet unglaubliche Kreativität und Schaffenskraft.

 

Wir sitzen aber in Fabriken an Fliessbändern, an Computern, an Telefonen und Schreibtischen und erarbeiten meistens Teilbereiche von manchmal überflüssigen Produktionen und das Ganze erleben wir kaum. Die Regale in den Geschäften sind brechend voll mit Zeug, das niemand braucht und will und auch nicht kaufen kann. Prof. Götz Werner sagt dazu, dass wir eines Tages vielleicht vor vollen Läden verhungern. Wir erleben auch nur selten den Verbraucher und sein Verhalten, seine Bedürfnisse. Das lesen wir dann allenfalls in der Zeitung weit entfernt von uns selbst. Auch in oberster Ebene der Wirtschaft und Politik sind die Zusammenhänge weit weg von den eigentlichen Bedürfnissen des Menschen und schlimmer noch, es werden Entscheidungen im Finanzwesen getroffen bei denen die Strukturen nicht mal von Fachleuten noch durchdrungen werden können und könnten damit auch durchaus außer Kontrolle geraten.

Warum nicht wieder dahin kommen, was wir eigentlich lieben und wirklich wirklich tun wollen, was uns gut tut und wir auch eigentlich nur brauchen?

Zum Beispiel:

Drei junge Leute in England, Richard, John und Adam, hatten ein Anliegen: etwas Gesundes herzustellen, das gut schmeckt und den vielen Menschen gut tut. So haben sie im Sommer 1998 auf einem Jazz-Festival in London frischen Fruchtsaft hergestellt, direkt vor Ort gepresst und den Besuchern verkauft. Sie haben 2 Abfalltonnen für die kleinen Fläschchen hingestellt und gefragt, sollen wir uns mit diesem Angebot selbstständig machen? Eine Tonne war mit JA bezeichnet und eine mit NEIN. Am Abend war die Tonne mit JA voll und sie haben am nächsten Morgen ihre feste Anstellung aufgegeben und haben dieses Geschäft gestartet.

 

Heute ist es ein Unternehmen mit dem Namen Innocent  und in England kann man in jedem Kühlregal nicht nur die kleinen Fruchtsäfte sondern auch die kleine Mahlzeit zur Mittagszeit kaufen. Ihre Werte sind: natürliche und faire Früchte und Gemüse, nachhaltige Verpackung und Produktion, Gewinne teilen – auch mit den Menschen, die das Obst anbauen. Ihre Stiftung 2004 gegründet, unterstützt dort Entwicklungsprojekte. Sie möchten diese Welt etwas besser verlassen, als sie sie vorgefunden haben.

http://www.innocentdrinks.de/ueber_uns/

Für die Winteraktion stricken Deutschland, Österreich und die Schweiz insgesamt ca. 500.000 Wollmützchen für die Saftfläschchen und je verkaufter Flasche werden 30 Cent gespendet und auch viele ältere Menschen haben eine lustige Arbeit, die Gutes tut und eine Reihe von Wettbewerben und Anregungen nach sich zieht.

Zum Beispiel:

Ein kleiner Junge hat im Krieg in Siebenbürgen seine Familie mit Mutter, Tanten, Schwester ohne Vater versorgt mit Pilzen aus dem Riesengebirge und Fischen aus der Elbe in Tschechien und hat Schuhe genäht für Besatzer, hat aus Ruinen wieder Häuser gebaut, hat Obst auf dem Markt verkauf, war später Barkeeper auf Nordsee Inseln. Aus dem Bedarf heraus wurde er kreativ. Später übernahm er die Vertretung einer Leuchtenfirma Staff und Schwarz in Düsseldorf. Eines Tage begegnete ihm am Fahrstuhl ein Architekt aus Istanbul und er überzeugte und bekam als Autodidakt den Auftrag für die Beleuchtung der Oper dort. So folgte ein Objekt dem anderen und in den 68ern entstand die Beleuchtung der Commerzbank in Düsseldorf, die statt einer abgehängten Decke große runde Aluminium Reflektoren mit verspiegelter Glühlampe bekamen und direkt am Sockel der Glühlampe, die 1% Helligkeit und 99% Wärme erzeugt, wurde die Wärme in Rohre gesaugt und zur Beheizung der Kassenhalle verwendet. In diesen Jahren hat noch niemand an Energie sparen gedacht. Es folgten Flughäfen in aller Welt, Kirchen, Museen und Verwaltungsgebäude. Im Flughafen Hannover wurde die Beleuchtung völlig eingespart  und stattdessen die beleuchtete Werbung auch für Allgemeinlicht konzipiert.

Heute gibt es die Firma Dinnebier-Licht seit über 50 Jahren noch immer in Einfachheit und  Qualität einer Manufaktur und Effizienz einen Schritt voraus. Der kleine Junge von damals, Johannes Dinnebier ist heute 84 Jahre und immer noch mit dabei. „Ich habe immer nur gespielt“ ist die Zusammenfassung seines Lebens bei einem Vortrag von Schulabgängern in der Waldorfschule.

Zum Beispiel:

Robert und Marco wollten vor zwei Jahren nicht weiter am Computer für den „Fortschritt“ arbeiten und pachteten von der Stadt Berlin eine 6000 m² große Brachfläche am Moritzplatz. Mit vielen Helfern haben sie eine Garten mitten in der Stadt angelegt, der die Versorgung mit Gemüse, Kartoffeln, Salat, Bienenhonig, Früchten für alle möglich macht und, der einen Ort der Begegnung, des Erfahrungsaustauschs, des zusammen Lernens wie man lokal Lebensmittel herstellt und auch gleich verkocht und eine herrliche Speisekarte für den Sommer ermöglicht.

Es gibt freundliche Unterstützer und Sponsoren und gemeinnützige Einrichtungen, die erkannt haben, welch neue gesellschaftliche Lern-Orte diese Initiative ermöglicht. Kreuzberg hat verdichtet soziale Probleme und alte Kultur-Vielfalt macht Neues möglich. Alle arbeiten zusammen an allem und keiner hat sein eigenes Beet.

Inzwischen unterstützen die beiden Gründer Initiativen in anderen Städten, verwandelt das Hebbel Theater und ist auf der Weltausstellung in Shanghai 2011vertreten.

Und das alles am Ende einer zweiten Sommerzeit. www.prinzessinnengarten.net

So lassen sich manche überzeugte und auch mutige Initiativen aufzählen. Jeder einzelne kann auf seine persönliche Entdeckungsreise gehen – manchmal gar nicht weit nur wachsam und einfühlsam rechts und links schauen.

Für diese erste Gründung werden Kreditanträge oder Gründungszuschüssen nicht viele Chancen haben. Sich langsam und solide etwas aufzubauen, damit einen Übergang zu schaffen, ist sowieso viel gesünder. Teilzeitwünsche müssen von Unternehmen mit über 15 Mitarbeitern gewährt werden.

Vielleicht ist es ein kleiner Trost, aber ein besonders großes Gehalt ist manchmal auch eine Art Schmerzensgeld weil man sich selbst so fremd ist.

(Artikel von Christine Nordmann, Feb. 2012)

Scroll Up